Die Immobilienfinanzierung ist ein zentraler Bestandteil beim Kauf oder Bau eines Eigenheims. Dabei spielen unterschiedliche Zinsindikatoren eine Rolle. Einer davon ist der Euribor. In diesem Beitrag erläutern wir, was der Euribor ist und welche Bedeutung er für variable Finanzierungen haben kann.
Was ist der Euribor?
Euribor (Euro Interbank Offered Rate) ist der Zinssatz, zu dem sich ausgewählte europäische Banken untereinander unbesicherte Kredite gewähren. Er wird täglich auf Basis gemeldeter Zinssätze berechnet und dient als Referenzzinssatz für verschiedene Finanzprodukte im Euroraum.
Wichtig: Der Euribor ist kein Leitzins. Der maßgebliche Leitzins wird von der Europäische Zentralbank festgelegt. Änderungen der EZB-Leitzinsen können jedoch Einfluss auf das allgemeine Zinsniveau und damit indirekt auch auf den Euribor haben.
Wie beeinflusst der Euribor die Immobilienfinanzierung?
Variable Zinssätze
Bei Finanzierungen mit variablem Zinssatz wird häufig der Euribor als Referenzwert herangezogen. Der konkrete Kreditzins setzt sich dann aus dem Euribor zuzüglich einer bankindividuellen Marge zusammen. Steigt der Euribor, kann sich auch der zu zahlende Kreditzins erhöhen. Sinkt er, kann sich der Zinssatz entsprechend reduzieren.
Kreditkonditionen
Das allgemeine Zinsumfeld kann Einfluss auf Kreditkonditionen und Finanzierungsmöglichkeiten haben. Banken berücksichtigen dabei verschiedene Faktoren wie Marktentwicklung, Refinanzierungskosten und Bonitätskriterien.
Refinanzierung
Bei variabel verzinsten Finanzierungen oder bei Anschlussfinanzierungen kann das aktuelle Zinsniveau eine Rolle spielen. Ob eine Anpassung wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt von der individuellen Situation, den Vertragsbedingungen und den Marktbedingungen ab.


